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19.07.2018

Warum das digitale Rubrikengeschäft für Axel Springer SE so wichtig ist

24.03.2018
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Bei Springer ist das Digitalgeschäft die inzwischen wichtigste Säule. Foto: Axel Springer
Die konsequente Digitalstrategie bei Axel Springer zahlt sich weiter aus: 80 Prozent der bereinigten Gewinne vor Steuern steuert das Digitalgeschäft bei. Wachstumsmotor sind dabei vor allem die digitalen Stellen- und Immobilienanzeigen. Sie tragen mit über einer Milliarde Euro und einem organischen Plus von 12,7 Prozent 2017 schon fast ein Drittel zum Gesamtumsatz des Konzerns von 3,56 Milliarden Euro bei (plus 8,3 Prozent).
Mit Renditen von 41 Prozent sind die digitalen Rubriken vor allem anderen auch die wichtigste Cashcow des Konzerns: Mit 413,2 Millionen Euro Gewinn vor Steuern sind sie für fast 57 Prozent des Konzern-Ergebnis vor Steuern (645,8 Millionen Euro) verantwortlich.
Mit journalistischen Medien erzielt Springer einen Gesamtumsatz von 1,5 Millarden Euro - dazu steuern die Printmedien nach wie vor fast zwei Drittel bei. Dabei bleibt immerhin noch ein Gewinn vor Steuern von knapp 219 Millionen Euro. Dass journalistische Geschäft noch stabil ist, liegt vor allem am wachsenden Werbeumsatz (plus 7,9 Prozent), der die sinkenden Vertriebserlöse (-2,1 Prozent) ausgleichen kann. Auch das Newsportal Upday kommt in der Vermarktung voran.
Cashcow im nationalen Newsmedia-Segment bleibt trotz dahinschmelzender Auflagen die Bild. Mit der Trennung der Verlagsbereiche in Print und Digital will der Konzern dafür sorgen, dass diese Beitragssäule noch möglichst lange aufrechterhalten wird. 
Obwohl wieder ein paar mehr zahlende digitale Abonnenten dazugekommen sind - 384.729 sind es bei Bild, 79.449 bei der Welt - ist für den digitalen Journalismus noch keine stabile Finanzierungsbasis gefunden. 
Als positiv wertet Vorstandschef Dr. Mathias Döpfner, dass sowohl Google als auch Facebook 2018 digitale Abo-Modelle vorbereiten, die den Verlagen auch den direkten Kontakt zum Abonnenten ermöglichen.
Für das globale digitale Wirtschaftsmedium Business Insider kündigt Döpfner für 2018 immerhin den operativen Breakeven an.  Mit den 15 zusätzlichen Printtiteln (Blau, Politico, Der Griller, Fußball Bild etc.), die Springer in den vergangenen fünf Jahren auf den Markt gebracht hat ist Döpfner zwischen „mehr oder weniger“ bis „höchst zufrieden“.

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