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23.02.2018

Print lebt

24.01.2018
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Heraus ragen aus dem Minus Printmarken wie das G+J-Nachrichtenmagazin Stern (minus 15 Prozent an verkaufter Auflage auf 320.115 Exemplare) oder die lange sehr starke Landlust, die mit 92.498 weniger verkauften Exemplaren (harte Auflage: 847.425) zu den stärksten absoluten Verlierern gehört. Allerdings fällt dieses Minus kleiner aus als im Vorquartal …
Bauers Bravo kann erstmals keine sechsstelligen Auflagenzahlen mehr vorweisen (92.304 verkaufte Exemplare) – und Springers Marke Bild/Fußball-Bild verliert knapp 121.000 Exemplare (IVW 4/17: 1,57 Millionen verkaufte Exemplare). Boulevard-Titel wie Intouch, Closer oder OK leiden weiter – ebenso Nachrichtenmagazine: Burdas Focus meldet prozentual ein zweistelliges Minus (425.891 Exemplare), doch bei den harten Auflagenkategorien Einzelverkauf und Abo fällt der Rückgang mit minus 3,6 Prozent immerhin etwas moderater aus. Beim Spiegel ging die harte Auflage um 7,1 Prozent zurück.
Hier die Veränderungen der Gesamtauflagen während der letzten Dekade im Überblick:

Dabei versuchen gerade die großen Magazine, mit immer reißerischen Titeln die Leser anzulocken. Vergebens. Auch weil potenzielle Käufer etwa bei Nackten auf dem Cover gar nicht kaufwillig reagieren – wie eine aktuelle Auswertung der Ausgabe 2/2018 des Spiegels durch das Marktforschungsinstitut Ears and Eyes ergab. 200 Personen wurden mit Hilfe des Pretesting-Tools kvest.com bevölkerungsrepräsentativ binnen 48 Stunden dazu befragt.
Mit den zwei Titelseiten-Varianten der Ausgabe 2 wollten die Hamburger das viel diskutierte Thema der Geschlechtsidentität aufgreifen. Während Cover 1 ein entblößter Mann und das Titelthema „Männer, Frauen und alles andere“ zieren, stellt Cover 2 eine unbekleidete Frau mit dem entsprechend umformulierten Titelthema „Frauen, Männer und alles andere“ dar. Doch: Nackte Haut ist kein Erfolgsgarant. Die Mehrheit der befragten Frauen (54 Prozent) und Männer (55 Prozent) nehmen an diesem Titelmotiv Anstoß oder lehnen es ab.

Gibt es Erfolgspotenziale?
Ja, bei Magazinen, die sehr spitz auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten sind (Top Model Creative Magazine), günstigen Programmies (nur TV plus) oder bei Printmedien, in deren journalistische Qualität viel investiert 
wurde.
So hat Die Zeit ihre verkaufte Auflage im vierten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr steigern können: In der harten Auflage aus Abo und Einzelverkauf gewannen die Hamburger im Vergleich zum Vorjahresquartal 1723 Exemplare (plus 0,41 Prozent) hinzu. Von jeder Ausgabe wurden laut IVW 4/2017 durchschnittlich 505.010 Exemplare verkauft: 679 Exemplare (plus 0,1 Prozent) mehr als im Vorjahr. Und: Die digitale Auflage erzielte einen satten Zuwachs von 61,6 Prozent (plus 30.316 Exemplare).

Was bleibt den anderen?
Die Erinnerung an gute Zeiten … Wie etwa dem Focus-Team, das gerade seinen 25. Geburtstag am jetzigen Standort Berlin feierte. Und anlässlich des Jubiläums dem Dauer-Konkurrenten Spiegel im verschneiten Hamburg eine warme Suppe ausgab … 

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