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22.06.2018

Gruner +Jahr geht ganz neue Wege

24.04.2018
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Ein Magazin wie kein anderes will Joko Winterscheidts Druckerzeugnis, kurz JWD, sein. Jetzt liegt die erste Ausgabe im Handel. Das Monatsheft aus der Zeitschriftenschmiede Gruner + Jahr wagt sich auf ein schwieriges Terrain: den Markt der männlichen Zielgruppen, an denen über die Jahre etliche Titel gescheitert sind. Für Verlag und das „Team Joko“ ein Sprung ins Ungewisse. 
Er ist gar nicht da und doch omnipräsent. Im Büro von stern-Chefredakteur Christian Krug, der in gleicher Rolle auch für JWD verantwortlich zeichnet, liegt das neue Magazin auf dem Couchtisch. Joko Winterscheidt vor einer Holzwand, mit Zigarette und einem brennenden Joko-Heft als Anzünder. Das Titelfoto wurde in Südafrika geschossen, worauf man nicht unbedingt kommen würde, weil man nur Joko und die Holzmaserung sieht. Wo der TV-Moderator sich in diesem Moment aufhält, darüber kann man nur orakeln. Joko, so heißt es, ist viel unterwegs, in verschiedenen Zeitzonen. Aber er halte beinahe ständigen Kontakt, versichern Krug und Redaktionsleiter Michalis Pantelouris, die mit dem Protagonisten und dem gesamten Team Joko über WhatsApp-Gruppen verbandelt sind. Joko selbst, so der Eindruck, meine es ernst mit dem Heft und lege es darauf an, „ein neues Medium zu lernen“.
Der TV-Moderator macht sich definitiv gut als Coverboy. Lässig, wach und selbstbewusst blickt er in die Kamera, das Statement des ersten Heftes ist dabei unverkennbar selbstironisch. „Würden Sie diesem Mann ein Magazin abkaufen?“ lautet die Schlagzeile. Das ist, nicht nur hier am Baumwall, tatsächlich die entscheidende Frage. Denn das Projekt ist ambitioniert. 
„Wir wollten kein Independent-Magazin machen, sondern ein Massenprodukt“, sagt Pantelouris. Zudem gilt die Zielgruppe der Männer im Medienbusiness als besonders schwer zu packen; entsprechend rar sind vergleichbare Titel, die Erfahrungswerte und Benchmarks liefern könnten. Die Sorge, dies könnte die Erfolgsaussichten des Winterscheidt-Druckerzeugnisses von vornherein limitieren, nährt dies bei den Machern keineswegs. Wer würde schließlich behaupten, dass der Neuling ein reines Männermagazin sei?
Christian Krug jedenfalls nicht. „JWD ist nicht unbedingt ein Männermagazin, sondern ein Heft, das sich seine Zielgruppe selbst sucht“, sagt der Chefredakteur, „vielleicht wird es ja der Männertitel mit der größten weiblichen Leserschaft.“ Nach dieser Logik wäre das Leserpotenzial erfreulich hoch, immer vorausgesetzt, dass Heftkonzept und Themenmix am Käufermarkt Resonanz finden. Wenn Krug und Pantelouris über ihre Zeitschrift sprechen, legen sie auf die nonkonformistische Komponente besonderen Wert. JWD soll und will anders sein, kein Metoo eines etablierten Titels. 
Joko Winterscheidt formuliert in seinem Erstlings-Editorial Zeilen, die sich wie das Manifest einer neuen Bewegung lesen: „Wir finden, die Welt ist ein großartiger, merkwürdiger, aufregender und überhaupt einzigartiger Ort. (…) Bei JWD glauben wir, dass man Dinge erleben muss, um davon erzählen zu können. Angucken allein reicht nicht. Man muss mitmachen.“
Diese Haltung ist auch eine An- und Absage an eine von digitalen Gadgets dominierte Lebenskultur. „Wir wollen die Welt nicht mehr nur im Display sehen“, sagt Krug, „sondern unverstellt, wie sie wirklich ist.“ 
So ließen er und Pantelouris das ziemlich junge Redaktionsteam (einige Autoren sind in noch den 20ern und haben gerade die Nannen-Schule absolviert) in alle Himmelsrichtungen ausschwärmen. Alles sei grundsätzlich erlaubt und denkbar, nur bitte keine Stories, die man schon aus anderen Medien kenne. Joko Winterscheidt habe hier wichtige Impulse gesetzt und sei ein überaus anspruchsvoller und kenntnisreicher Sparringspartner bei der Themenfindung gewesen, heißt es, zwei Geschichten übernahm der 39-Jährige selbst – den Besuch bei einem „Porsche-Einsiedler“ und der Trip in die skurrile Welt der „Poppenspieler“, wo Männer Puppen lieben. Von Natur aus schwere Stoffe finden sich im Premierenheft nicht, doch das müsse nicht so bleiben, sagt Krug: „Die Welt erleben heißt für JWD nicht, sie durch eine rosarote Brille zu sehen.“
Schnell merkt man: Pflichtstoffe sind nicht das Metier von JWD, in dessen Universum die Uhren anders ticken. Gerade das könnte und soll die Faszination der neuen Zeitschriftenmarke ausmachen, nach der Devise: Nichts muss, alles kann. Und bei allem steht die Lust am Experimentieren im Vordergrund. Krug: „Der Ausgang von allem, was wir tun, ist ungewiss. Davon lassen wir uns auch beim Magazinmachen leiten, diese Neugier ist der Spirit des Heftes.“ 
Pantelouris beschreibt das Beuteschema seiner Redaktion so: „Lesestücke, die sich von der klassischen Reportage unterscheiden, in denen die Autoren auch mal zum Teil des Geschehens werden und die im Kern von zutiefst menschlichen Themen handeln.“ Das Ergebnis in Heft eins: Berichte über „kiffende Nonnen“, „Urlaub mit fremden Koffern“, nackte Blind-Dates oder der Ausflug in ein Wüsten-Trainingscamp für das Leben auf dem Mars, kurz gesagt „Text, Drugs & Rock’n’Roll“, wie es auf dem Cover heißt. Aber nicht zu verwechseln mit einer modischen Beliebigkeit. „JWD steht nicht für Lifestyle“, sagt Krug, „sondern für Zeitgeist.“
Den will die Zeitschrift in lediglich drei Rubriken einfangen und abbilden. Den Anfang macht „Das Beste von Welt“, ein eher kleinteiliger, magaziniger Heftauftakt, gefolgt von einem opulenten Reportageteil „Per Anhalter durch die Galaxis“ und der Stilfibel, die sich wechselnden Umfeldern widmen soll, diesmal  dem „Lifestyle für Rockstars“. Handwerklich leistet sich das Heft keine Schwächen, es verströmt schnörkellose Eleganz ohne avantgardistischen Krampf. Keine Frage, JWD ist anders und professionell gemacht. Aber reicht das, um die Marke hochauflagig im Markt zu verankern? Schließlich hat Gruner + Jahr in der Vergangenheit auch bei gut gemachten Magazinen schon die Segel streichen müssen. Park Avenue ist ein Beispiel dafür, auch die einst so erfolgreiche Neon schwächelt bedenklich. Beide, ließe sich einwenden, hatten oder haben aber auch keinen Joko im Team.
Gruner + Jahr ist Trendsetter und „Marktführer“ im Segment der Personality-Magazine und dominiert dieses mit Barbara oder Eckart von Hirschhausens stern Gesund leben. Wie es heißt, sei Joko Winterscheidt auf G+J zugekommen, stern-Chef Krug erinnert sich an ein langes Telefonat mit dem TV-Kollegen, der bei ProSieben mit Formaten wie „Circus Halligalli“ oder „Duell um die Welt“ im Duo mit Klaas Heufer-Umlauf eine bemerkenswerte Fernsehkarriere hingelegt hat. Dabei kam man sich näher, und ein monatelanger Findungsprozess für das neue Magazin begann, in den Joko eng eingebunden gewesen sei. Dass er – anders als Barbara Schöneberger – seinen Vornamen nicht als Namen der Zeitschrift sehen wollte, habe nichts mit etwaiger Angst vor dem Scheitern des Heftes zu tun gehabt, sagt Krug, sondern damit, dass Winterscheidt diesen auf einem Magazin-Cover „uncool“ und unpassend empfunden hätte.
Das Kürzel JWD wurde im Rahmen eines nächtlichen Redaktions-Brainstormings in einer Kneipe auf St. Pauli kreiiert; der Erinnerung der meisten Anwesenden zufolge hatte Pantelouris den rettenden Einfall. Um es nun mit JWD am Markt zu schaffen, müsste die angepeilte Zielgruppe der Realo-Hipster nicht nur groß genug sein, sondern auch süchtig nach der Magazin-Rezeptur werden, um regelmäßig ihre Joko-Monatsdosis in Printform zu erwerben. 
Selbstverständlich ist dies keineswegs, denn die große Fanbase von Joko Winterscheidt (allein 670.000 Abonnenten bei Instagram) scheint eher digital orientiert als klassisches Lesepublikum einer Zeitschrift zu sein.
Für Krug kein Grund zum Pessimismus. Immerhin sehe sich Winterscheidt selbst als „Magazinjunkie“, als Zeitschriftenfan, der zuweilen mit einer Plastiktüte voller unterwegs gekaufter Hefte auftauche. Und auch für seine Zielgruppe gelte, dass Magazine nicht völlig out seien, argumentiert der Chefredakteur: „Es war immer so und stimmt auch heute noch: Geschichten, die in Erinnerung bleiben, hat man im Print gelesen.“ 
Vom über Monate entwickelten Konzept ist man hier überzeugt, weshalb die Redaktion auch gänzlich darauf verzichtete, das Blatt, so Krug, zusätzlich „mit Promis aufzuladen“, den Namensgeber selbst natürlich ausgenommen. 
JWD lässt sich vom eigenen „Spirit“ treiben, will radikal subjektiv und doch teamorientiert sein. Die sonst übliche klassische Marktforschung für den Titel hat es im Vorfeld nicht gegeben. Ob der Plan aufgeht?  Bei Gruner + Jahrs Zeitschriftenprojekt  JWD scheint der Ausgang völlig offen – und entspricht damit genau der DNA der Magazinidee.

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Cobalt – das digitale Publishing-Framework von EidosMedia

24.04.2018
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Den Nutzern von Nachrichteninhalten bietet sich heute eine beispiellose Anzahl von Anwendungsformen auf unterschiedlichsten Kanälen und Endgeräten. Für die Herausgeber ist dies eine ständige Herausforderung.
Ob es sich um Nachrichtenor­ganisationen, Finanzinstitu­tionen oder Regierungsbehörden handelt, die Notwendigkeit, auf allen Kanälen und Geräten ihren Kunden diese Anwendungen bereitzustellen, führt zu inakzeptablen Steigerungen der Kosten und erhöhter Komplexität der Organisation.
Cobalt löst diese Herausforderung und nutzt die neuesten digitalen Technologien, um den Prozess der Inhaltserstellung optimal zu unterstützen, abgeleitete Formen und Inhalte automatisch daraus zu erstellen und zu veröffentlichen, ohne diese manuell für mehrere digitale Ziele anpassen und übertragen zu müssen - von Webseiten und mobilen Apps bis hin zu Plattformen wie Facebook und Apple News und Social-Media-Kanälen. Durch diese Vereinfachung und der Beschleunigung der Prozesse stellt Cobalt die Produktivität und Sicherheit bei der Erstellung und Verteilung digitaler Inhalte wieder her.
Neue Architektur - neue Flexibilität
Grundlegend für die Leistungsfähigkeit und Flexibilität von Cobalt ist eine serviceorientierte Architektur (SOA). Cobalt besteht aus unabhängigen Modulen, die auf der Basis von Standards kommunizieren. Komponenten von Drittanbietern und Open-Source-Module sind in der Lösung enthalten und können schnell und flexibel skaliert werden, um sich den ändernden Bedürfnissen und Marktchancen anzupassen. Dieser modulare Ansatz eignet sich insbesondere für den Cloud-Einsatz mit all seinen Vorteilen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Stabilität und Skalierbarkeit.
Es ermöglicht auch eine Entkopplung – also einer klaren Trennung zwischen den redaktionellen Prozessen und den Auslieferungssystemen, die damit einfach aktualisiert und ausgetauscht werden können, um zukünftig mit sich ändernden Technologien und Benutzergewohnheiten Schritt zu 
halten.
Das Beste aus beiden Welten
Durch die Kombination der Flexibilität des Open-Source-Ansatzes mit der Stabilität einer Plattform bietet Cobalt den Systementwicklern die Freiheit, innerhalb eines robusten und vollständig dokumentierten technologischen Frameworks mit den aktuellsten Techniken Lösungen zu implementieren und diese weiterzuentwickeln.
Befreites Design
Cobalt bietet ebenso den Webdesignern neue Freiheiten, um ansprechende digitale Layouts mit Standard-Open-Source-Frameworks wie zum Beispiel Bootstrap und FreeMarker zu erstellen. Responsive Designs für unterschiedlichste Endgeräte können schnell und einfach erprobt und modifiziert werden, ohne neu zu kodieren oder zu kompilieren. Dabei können auf der Plattform A/B-Tests verschiedener Varianten durchgeführt werden und Designs mit optimierter Performance genutzt werden.
Universelle 
Benutzeroberfläche
Alle Cobalt-Nutzer, von den Autoren über die Designer bis hin zu den Entwicklern, greifen über die Benutzeroberfläche von Swing auf die Plattform zu, einer Webschnittstelle, die von jedem Ort aus auf einem PC oder Tablet funktioniert.
Swing ist in hohem Maße konfigurierbar, um jedem Benutzer an seiner Oberfläche die passenden Werkzeuge bereitzustellen. Autoren arbeiten dabei in einer Vollbild-Ansicht mit allen Medienarten und Suchergebnislisten, nur einen Klick entfernt. Die Koordinatoren der Newsrooms verwenden Planungs- und Monitoringtools, um den Workflow von Benutzern und Gruppen in jeder Stufe zu 
steuern.
Best-of-Breed-Technologien
Cobalt wurde unter Verwendung der leistungsfähigsten verfügbaren Technologien entwickelt: Die Datenhaltung wird durch PostgreSQL gewährleistet, während die Suche von ElasticSearch unterstützt 
wird.
Eigene Integrationen 
mit Cobalt
Cobalt kann ebenfalls als Front-End für jedes andere bestehende Content-Management-
System dienen. Die Interopera-
bilität wird durch einen umfassenden Satz von Schnittstellen-APIs gewährleistet, die auf REST-Standards basieren. Damit können intelligente Schnittstellen für alle möglichen Datenquellen realisiert werden. Der Inhalt 
wird im JSON-Format ausgeliefert und kann für jedes beliebige digitale Zielsystem bereitgestellt werden. Native Apps für iOS und 
Android können dadurch direkt von Cobalt auf die Inhalte zugreifen.
Cobalt ist heute bei Verlagen und Banken im Einsatz 
erprobt und bietet diesen die Plattform für einen schnellen Rollout neuer Produkte, 
den Aufbau und der 
Absicherung von Benutzergruppen und damit der Generierung von echten Online-Umsätzen.

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Innovation erleben

24.03.2018
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Rainer Lang und Geschäftsführer Jens Emmerich
Der Wunsch nach Innovation treibt Wirtschaft und Wissenschaft an. Die ständige Bereitschaft eines Unternehmens Innovationen zu schaffen und die Fähigkeit, diese auch umzusetzen, ist eine entscheidende Voraussetzung zur Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens im Wettbewerb.
Welche Innovationen brauchen wir – und welche nicht? Und was treibt uns an, immer wieder neue Ideen zu entwickeln? Wie werden wir innovativ? Der diesjährige Kundentag steht ganz im Zeichen der Innovation. alfa Media stellt die Arbeit in einem Innovationslabor vor und wie man als Unternehmen solch eine Möglichkeit nutzen kann. Außerdem möchten wir, nach einer Phase der Integration und des Zusammenwachsens, unsere Ideen zu Innovation und Fortschritte vorstellen.

Moderation
Durch das Programm wird dieses Jahr Jane Uhlig führen. Sie ist Inhaberin einer PR- Agentur, Publizistin, Kommunikationsexpertin und Sprecherin, die auch im Bereich Digital Humanities tätig ist. Jane Uhlig ist auch als Buchautorin von mehreren Büchern (z.B. „Das agile Unternehmen“) bekannt. Ebenso ist sie Inhaberin eines kleinen Buchverlages, einer PR-Agentur und im Coaching tätig. Sie ist mit allen gängigen Verlagsprozessen ausgesprochen gut vertraut und wird unsere Veranstaltung bereichern. 

JOSEPHS Innovationslabor 
Rebekka Schmidt ist Projektmitarbeiterin und Teil des Forschungsteams am Fraunhofer SCS. Sie stellt das JOSEPHS Innovationslabor vor und wird außerdem einen virtuellen Rundgang des Labors präsentieren. Das JOSEPHS ist ein offenes Innovationslabor und wurde als Projekt des Fraunhofer Instituts im Jahr 2014 ins Leben gerufen. Im JOSEPHS erleben Sie die kreative Welt der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung – und das mit allen Sinnen. Aktuelle Projekte des offenen Innovationslabors JOSEPHS können gerne vorab auf YouTube angesehen werden. 

Erkenntnisse für Medienhäuser aus dem Innovationslabor
Ergänzend zu Rebekka Schmidts Vortrag wird Michael Husarek, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, von seinen Eindrücken berichten, welche er für die Nürnberger Nachrichten bei den „MitMachMedien“ sammeln konnte und was sich überhaupt hinter diesem Begriff verbirgt. Von März bis Mai 2017 waren die Nürnberger Nachrichten Teil der Themenwelt „MitMachMedien“ im offenen Innovationslabor JOSEPHS. Unter den Vorzeichen des digitalen Wandels befasst Michael Husarek sich eingehend mit der Weiterentwicklung der Angebote der regionalen Tageszeitung. 

Best Practice: alfa Stylo bei der Rheinischen Post
Besonders interessant bei Kundenevents sind immer aus den Kundenhäusern stammende Berichte. Welche Lösungen kommen wie zum Einsatz und welche Erfahrungen wurden bei der Einführung von Workflows oder Softwarelösungen gemacht. Eines dieser Beispiele ist die Einführung des alfa Stylo bei der Rheinischen Post in Düsseldorf. Dieses erste „große“ Projekt mit dem alfa Stylo ist 2014 entstanden und geht auf die Anfangszeiten unseres Produktes zurück. „Unser Ziel war es damals einen kleinen regionalen Verlag für dieses Konzept zu gewinnen, um Erfahrungen sammeln zu können. Daraus ist dann die Zusammenarbeit mit der RP entstanden“, so Rainer Lang, Vertriebsleiter bei alfa Media. Seit diesen Anfängen ist daraus eine wirkliche Erfolgsgeschichte geworden. Die Fangemeinde für den alfa Stylo wächst stetig, und wo er im Einsatz ist, tut der alfa Stylo zuverlässig seinen Dienst. Dr. Achim Bürger, damaliger Projektleiter und heutiger Berater der Rheinischen Post, zieht sein Fazit über diesen 
Erfolg.

Best Practice: Migration in Minden
Nina Könemann ist Leiterin Digitale Inhalte beim Mindener Tageblatt. Sie war von Anfang an dabei und ist „Frau der ersten Stunde“ bei der Umstellung der alfa Redaktionskomponenten auf die neuen „Koblenzer Module“. Sie wird ihre Erfahrungen vorstellen und berichten, wie sich die Organisation, aber auch die Arbeitsweisen in der Redaktion verändert haben. In welchen Bereichen sind Unterschiede erkennbar zur bisherigen Arbeitsweise und wie machen sich die Vorteile heute bemerkbar. Was würde der Verlag heute anders machen? Schließlich ist solch eine Umstellung ein enormes Projekt für alle Beteiligten. Für den Kunden, wie auch für den Systemhersteller. Frau Könemanns Bericht wird mit Spannung erwartet.

Erlebnis Innovation bei alfa Media
Verantwortlich für Entwicklungsthemen im Unternehmen ist Oliver Andrich als Director of Engineering. Er bildet die Klammer aller Entwicklungsaktivitäten, die bei ihm gebündelt zusammenlaufen, um dann strukturiert in einem zentralen Entwicklungsplan abgebildet zu werden. Besonders im Hinblick auf das stärkere Zusammenwachsen von Technologien wird er einen aktuellen Stand über unsere Planungen und den Einsatz von zukünftigen Technologien geben. Eine wichtige Rolle wird dabei die Vorstellung von Testcases sein, um die Qualität im Bereich der Software weiter zu erhöhen. Schließlich sollte der Einsatz neuer Software einen höheren Nutzen für den Anwender haben. Die Einführung eines neuen Ticketsystems erlaubt das effektivere Bearbeiten von auftretenden Calls. Dieses Konzept wird durch den Verantwortlichen im Bereich Service, Michael Schmidt, vorgestellt. Außerdem wird eine Technologie vorgestellt werden, die es erlaubt Produktionsfehler schnell zu finden, zu reproduzieren und beheben zu können. Und all das bei maximaler Effizienz und Sicherheit. 

Redaktionsthemen
Unsere Produktmanagerin, Silke Jungblut wird die neusten Trends und Weiterentwicklungen im Redaktionsbereich vorstellen. Eine zentrale Rolle wird dabei das Zusammenwachsen der Lösungen im eigenen Unternehmen spielen. Welche Lösungen ergänzen heute das Portfolio in der Redaktion? Welche Arbeitsweisen sind gefragt und wie kann die Software darin unterstützen? Da für viele Unternehmen die Verfügbarkeit einer Redaktionsplanung von größerem Interesse geworden ist, wird der Schwerpunkt der Präsentation auf der Planung liegen. Schließlich ist der alfa EditorialOrganiser Redaktions- und Contentmanager in einem und somit die perfekte Plattform für eine optimale Medien-Organisation. Intuitiv und ortsunabhängig lässt sich Content damit medienneutral erfassen und medienspezifisch publizieren. In sogenannten Themenmappen sammeln die Anwender ihren redaktionellen Inhalt, bereiten ihn für unterschiedliche Kanäle auf und steuern dessen Publikationen im Handumdrehen – egal, ob für gedruckte Produkte, fürs Web, für Apps oder Social Media. Komplett integriert ist eine Dienst- und Einsatzplanung. Sie hilft das Redaktionsteam optimal einzusetzen – vom freien Mitarbeiter über den Fotografen bis hin zum Chefreporter. Stets haben die Anwender einen Überblick über ihr Material und über die personellen Ressourcen. 
Im Bereich PrintLayout bietet alfa Media maximalen Funktionsumfang bei einfacher Handhabung. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv bedienbar. Jedes neue Element kann per „Drag & Drop“ platziert und direkt auf der Seite bearbeitet werden. Kreativen Layoutprofis stehen für jeden Arbeitsgang viele nützliche Gestaltungsoptionen zur Verfügung. Für die Foto-Bearbeitung gibt es intelligente Qualitätsmechanismen. alfa PrintLayout erlaubt die unterschiedlichsten Produktionsformen: das klassische „one man = one page“ ebenso wie das Arbeiten mehrerer Redakteure auf einer Seite. Sowohl text- als auch Layout getriebene Arbeitsweisen und Mischformen sind möglich. Und: Perfekt versteht sich Print Layout mit InDesign. Wahlweise kann die integrierte Duden Proof Factory oder der Duden Korrekturserver bei der Qualitätssicherung helfen – und dies stets ortsunabhängig. Präzise werden alle textuellen Informationen automatisch verschlagwortet. Die Schlagwörter wiederum werden nach Typ klassifiziert. Sprich: Zum Beispiel werden Orte, Personen, Organisationen, Produkte und Konzepte erkannt. Der Redakteur kann sich zudem Zusatzinformation beispielsweise aus Wikipedia oder aus einer eigenen Wissensdatenbank aufrufen. Darüber hinaus weist alfa PrintLayout auf Beziehungen zwischen Inhalten hin, etwa werden relevante Artikel oder relevante Agenturmeldungen und damit interessante Kontextinformationen angeboten und so auch Redundanzen vermieden.

alfa NewsApp: Dynamische Inhalte für Smartphones und Tablets
Die alfa NewsApp bietet eine vollumfängliche App für Tablets und Smartphones, über die alle Publikationen eines Medienhauses vertrieben werden können. Inhalte werden mit der Dynamik präsentiert, die Leser heutzutage von einer App erwarten, inklusive E-Paper. Aufgewertet werden die Anzeigeninhalte mit interaktiven Anzeigenformaten, die eine einzigartige und neue Erlebniswelt in der Werbekommunikation schafften.
alfa AutoPage erlaubt die automatisierte Herstellung redaktioneller Seiten, Produktion von Anzeigenblättern, Wochenblättern oder standardisierten Seiten, wie Serviceseiten und Sporttabellenseiten. Diese werden ohne Aufwand für die Redaktion hergestellt. Dabei geschieht das Zusammenstellen von Inhalten automatisch. Alle erstellten oder eingehenden Service-Meldungen werden im alfa EditorialOrganiser automatisch in einer Themenmappe gesammelt. Der Inhalt einer solchen Themenmappe wird automatisiert auf Produktionsteilseiten platziert. Im Einzelfall könnten Redakteure oder Producer die automatische Anordnung übersteuern und anpassen. Andere, manuell auf einer solchen Teilseite platzierte Elemente (z. B. Anzeigen), werden automatisch umflossen. 
Mit alfa Skills und Conversational UI eröffnen sich neue Wege in der verbalen Interaktion. Virtuelle Assistenten sind auf dem Vormarsch, das gilt für Amazons sprachgesteuerte Alexa Show und Google Home. Mittels der smarten Lautsprecher haben die Internetriesen ihre Sprachsteuerungstechnologie erfolgreich in deutsche Haushalte und bald auch ins Automobil gebracht. Auch für alfa Media als Innovationstreiberin sind Alexa und Co. selbstverständlich von großem Interesse und wartet bereits mit einem Produkt für seine Kunden und Interessenten auf: alfa Skills gibt Verlagen und Medienhäusern die Möglichkeit, auf einer neuen Plattform präsent zu sein, neue Zielgruppen zu erschließen und neue Produkte auf den Weg zu bringen. 
Die alfa ReporterApp bietet festen und freien Mitarbeitern eines Redaktionsteams sowie Leser-Reportern die Möglichkeit, jederzeit und von jedem Platz der Welt aus über verschiedene mobile Endgeräte und Browser Inhalte wie Texte, Bilder, Videos und Audio an die Redaktion zu liefern. Zeit ist ein entscheidender Faktor im Mediengeschäft. Redaktionen müssen möglichst schnell über die neuesten Ereignisse im Bilde und informiert sein. Reporter sind daher sowohl für die regionale als auch internationale Berichterstattung unverzichtbar.

Anzeigenthemen
Der alfa WebStore bietet Endkunden die Möglichkeit ihre Anzeigen selbstständig online im Browser aufzugeben. Dafür nutzt alfa Media unter anderem den Editor alfa Stylo, der es auf einfache Art und Weise ermöglicht ansprechende, kreative Motive zu generieren. Digitale und interaktive Anzeigen können in beeindruckender Weise angeboten werden, um damit neue Nutzer zu gewinnen. Als Vorlage dienten dazu die bekannten Stores von Google, Apple und Amazon. 
Der Kunde findet sich dadurch auch sehr schnell im alfa WebStore zurecht. Die User Experience hatte bei der Konzeption die höchste Priorität. Interaktiv, digital, Print: Als Browser-Layout-Tool bietet der alfa Stylo ein optimales Preis-Leistungsverhältnis. Allein schon durch die Reduzierung von teuren Lizenzkosten, da keine klassischen Layout-Werkzeuge mehr vonnöten sind. Vor allem rund um das Thema Upselling bietet das Konzept beeindruckende Möglichkeiten den Kunden eine Vielzahl von hochwertig gestalteten Anzeigen vorzuschlagen. Das geht in Echtzeit in WYSIWYG und einfach per Knopfdruck. Vorgenommene Änderungen werden automatisiert in die Upselling-Muster übertragen, somit hat der Kunde sofort seinen realen Eindruck in unterschiedlichen Ausgabeformen zur Auswahl. Eine weitere Besonderheit liegt in der Gestaltung „Interaktiver-Anzeigenmuster“. Über die Visualisierung statischer Elemente der Anzeige stehen im digitalen Format diverse Interaktionen und Effekte zur Verfügung, damit wird eine User Experience der besonderen Art angeboten. Anzeigenmotive können gleichermaßen über Print, Online und für mobile Ausgabegeräte aus einem zentralen Werkzeug heraus generiert werden. Teure Spezialisten-Tools entfallen damit. 
alfa Bazaar: Digitale Kleinanzeigen leichtgemacht Die einfachste und schnellste Möglichkeit Kleinanzeigen digital zu buchen. Eine völlig intuitive Methode Anzeigenkunden zu gewinnen. In nur drei Klicks ist die Anzeige geschaltet. Konsumenten erhalten diesen Service gratis für die einfachen Motive der Fließanzeigen. So kann alfa Bazaar als Marketing-Instrument und als Magnet zur Kundenbindung genutzt werden. Konsumenten melden sich über Facebook oder Amazon an. Die Bedienung ist selbsterklärend: Die App ist in wenigen Minuten verfügbar und kann den Konsumenten direkt angeboten werden. Das Nutzungsverhalten der Anwender und Trends erfährt das Medienunternehmen umgehend aus Analysen durch Google DFP oder Piwik. So können aus den gewonnenen Daten schnell Marketing-Kampagnen erstellt und auf Szene-Trends reagiert werden. 
Mit alfa AdSuite Market lassen sich im Anzeigengeschäft unterschiedliche Werbe-formen für alle Kommunikationskanäle flexibel und einfach realisieren: Die leistungsstarke Software überzeugt durch ihre moderne und aufgeräumte Browseroberfläche. Mit AdSuite Market steht ein zentrales Verlagswerkzeug zur Verfügung, um alle Geschäftsvorfälle eines Verlages abrechnen zu können – und das mit einem integrierten Editor auch für Online-Anzeigen, dem alfa Stylo. Durch den Einsatz im Browser ist keine Softwareverteilung mehr notwendig. Alle Außenstellen sind performant angebunden, generell ist mobiles Arbeiten möglich. Dabei kann auf verschiedene Standard-Varianten von Aufträgen zurückgegriffen werden. Pakete können abgerufen werden mit vorgefertigten Auftragsmustern und verschiedenen Komponenten. Ad-hoc-Kollektive können angelegt, freigegeben und Anzeigen darauf gebucht werden. 
AdSuite Market bietet eine Reihe von Reports als umfassendes, anpassbares Informationswerkzeug an. Umsatzinformationen für verschiedene Fragestellungen, wie zum Beispiel der Forecast, können abgerufen werden. 

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Erdogan-naher Konzern kauft „Hürriyet“ und CNN Türk

24.03.2018
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Dogan Holding (Foto: Reuters)

FrankfurtDie türkische Demirören-Gruppe, der Nähe zu Präsident Recep Tayyip Erdogan nachgesagt wird, übernimmt einem Insider zufolge die Zeitung „Hürriyet“ und den Nachrichtensender CNN Türk. Demirören kaufe die Mediensparte des Mischkonzerns Dogan Holding, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einem Demirören-Vertreter.

Der Deal soll noch im Laufe des Tages offiziell verkündet werden und verhalf der Dogan-Aktie bereits zu einem Kursgewinn von mehr als 19 Prozent. Der Mischkonzern Demirören Holding hatte 2011 bereits die Zeitungen „Milliyet“ und „Vatan“ von Dogan übernommen. Beide Blätter fahren seither einen Pro-Erdogan-Kurs.

Der 80-jährige Dogan-Gründer Aydin Dogan gilt als Teil des säkularen Establishments der Türkei. Erdogan hat dem Konzern wiederholt vorgeworfen, gegen die regierende Partei AKP eingestellt zu sein. Das Unternehmen bestreitet dies. 2009 wurde Dogan Media eine Strafe von 2,5 Milliarden Dollar wegen ungezahlter Steuern aufgebrummt. Erdogan-Gegner werteten dies als Versuch, kritische Medien unter Druck zu setzen. Dogan musste daraufhin „Milliyet“ und „Vatan“ verkaufen.  


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