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19.10.2019

Die Großen verlieren – die Nischen gewinnen

18.10.2019
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Die neue und die alte Welt der Außenwerbung. Links eine digitale Werbefläche von Störer mit seinem News-Portal „t-online.de“ – r
Ströer ist die unangefochtene Nummer eins im deutschen Markt für Außenwerbung. Im Gespräch mit absatzwirtschaft erklären Fabian Kietzmann, Managing Director Sales, und Andreas Heintze, SVP Product Management OoH, wie durch die Digitalisierung der Außenwerbung zusätzlich Schwung in den Markt kommt.

absatzwirtschaft: 
Herr Kietzmann, was sehen Sie als derzeit wichtigste Trends im Bereich Digital Out-of-Home?

Fabian Kietzmann: 
Wir sehen auf der einen Seite, dass sich Außenwerbung generell positiv entwickelt. Out-of-Home ist sichtbar im öffentlichen Raum – “always on” und kann weder weggezappt noch durch Werbeblocker umgangen werden. Es ist ein Reichweitenmedium, das nicht fragmentiert, wie es momentan alle anderen Medien tun. Und durch die Digitalisierung der Außenwerbung kommt noch zusätzlich Schwung in den Markt – getrieben durch die neuen technischen Möglichkeiten.

absatzwirtschaft: 
Was steht hinter dem derzeitigen Boom des Geschäfts mit der digitalen Außenwerbung?

Andreas Heintze: 
Außenwerbung lässt sich heute deutlich flexibler buchen als in der Vergangenheit. Ich kann Daten verwenden, statische oder mobile Bewegungsdaten, die es mir ermöglichen, kurzfristig meine Kampagne zu verändern. Ein weiterer Wachstumsschub kommt durch Programmatic Out-of-Home. Der Kanal verbindet die beiden Aspekte hohe Reichweite der Außenwerbung und gezielte Aussteuerbarkeit der Digitalwerbung bestmöglich miteinander. Dadurch wird Außenwerbung auch für Werber relevant, die sie bisher zu unflexibel und zu langfristig fanden. Sie können nun auch mit DOoH schneller, individueller und regionaler agieren. Digitale Außenwerbung führt zu einer deutlichen Flexibilisierung und Dynamisierung.

absatzwirtschaft: 
Was sind Ihre wichtigsten eigenen Projekte in Deutschland?

Andreas Heintze: 
Unser klassischen Schwerpunkt im Bereich DOoH sind frequenzstarke öffentliche Touchpoints in Bahnhöfen, der ÖPNV also U- und S-Bahnhaltestellen sowie Einkaufszentren. Das Geschäft bauen wir sukzessive weiter aus. Durch Übernahmen wie die der Edgar Ambient Media Group haben wir außerdem das Thema digitale Screens weiter ausgebaut – mittlerweile vermarkten wir dabei mehr als 75.000 Screens, das reicht von Apotheken über Kinofoyers und Fitnessstudios bis zu Gastronomiebetrieben. Darüber hinaus wandeln wir viele klassische Plakatflächen in digitale Flächen um. Und wir sind seit einigen Jahren dabei, die Straße zu digitalisieren. Wir haben gerade in Düsseldorf eine 65 Quadratmeter große LED-Wand an einer Hausfassade gelauncht, eine echte Highlight-Fläche.

absatzwirtschaft: 
Gibt es weitere wichtige Projekte?

Andreas Heintze: 
Im letzten Jahr haben wir begonnen, Public Video Screens auch programmatisch verfügbar zu machen. Durch den automatisierten Einkauf von Werbeflächen über eine Softwarelösung haben Kunden nun in Echtzeit die Möglichkeit, Inventar einzukaufen. Konkret kann der Kunde sagen, ich möchte jetzt in München, Stuttgart und Hamburg zwischen 16 und 19 Uhr nur bei Temperaturen über 
20 Grad meine Werbung laufen lassen.

Fabian Kietzmann: 
Das sind produktseitige Projekte. Ein anderes ist es, Know-how in den Markt zu bekommen, der sich gerade stark wandelt. Viele Kunden wissen noch nicht genau, wie sie das Medium DOoH einsetzen können. Dazu machen wir sehr viele Workshops mit Werbungtreibenden, in denen wir ihnen die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen. Wir sprechen aber genauso mit vielen Kreativagenturen, Media- und Spezialagenturen. Wir stehen gerade erst am Anfang!

absatzwirtschaft: 
Wodurch unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz?

Andreas Heintze: 
Die Verbindung mit anderen Medien ist unser zentrales Thema. Wir besetzen viele relevante Touchpoints in der Außenwerbung, sind aber genauso in der Online-Welt sehr stark. Wir betreiben Deutschlands größtes Newsportal t-online.de und sind der reichweitenstärkste Online-Vermarkter. Außerdem verknüpfen wir diese Themen auch miteinander. Out-of-Home bietet sich natürlich an, um es mit Mobile zu kombinieren, beispielsweise nur Personen in einer spezifischen Location 
mit OoH und Mobile zu erreichen.

Fabian Kietzmann: 
Durch die Vermarktung der Flächen an Bahnhöfen, im ÖPNV und in Einkaufszentren haben wir sehr starke Screens an den frequenzstärksten Standorten in Deutschland. Dadurch sind wir in der Lage, Werbungtreibenden eine hohe nationale Reichweite anzubieten – Woche für Woche. Das ist ein Abgrenzungsmerkmal, das so schnell niemand generieren kann.

absatzwirtschaft: 
Träumen ist erlaubt: Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Andreas Heintze: 
Generell wollen wir eine Entwicklung mit vorantreiben, die die Konsumenten für Werbungtreibende noch besser über Plattformen erreichbar macht. Man kann Menschen heute gut im Stadtbild drinnen, draußen und über Mobile ansprechen, aber insgesamt sind der Außenwerbemarkt und die Screen-Landschaft noch zu sehr fragmentiert.

absatzwirtschaft: 
Gibt es keine Bestrebungen, die 65 Quadratmeter-Wand aus Düsseldorf noch zu toppen?

Fabian Kietzmann: 
Na klar. Nur sind riesige Screens wie man sie aus Hongkong oder anderen chinesischen Städten kennt, sind zwar ganz schön, hier aber aus unterschiedlichen Gründen aktuell nicht umsetzbar.

absatzwirtschaft: 
Welche sind das?

Andreas Heintze: 
Auf der Straße ist in Deutschland – anders als in Bahnhöfen oder Malls – kein Bewegtbild erlaubt. Wir dürfen allenfalls leichte Animationen – Cinemagramme – wie eine dampfende Kaffeetasse einsetzen, aber keine richtigen Videoclips.

absatzwirtschaft: 
Mit welcher Entwicklung rechnen Sie für den Bereich DOoH?

Andreas Heintze: 
Digital Out-of-Home liefert signifikanten Beitrag zum Wachstum und entwickelt sich sehr positiv. Unsere 
Erwartungshaltung sind weiterhin zweistellige Wachstumsraten.

absatzwirtschaft: 
Was passiert durch einen deutschen Markteintritt Googles?

Andreas Heintze: 
Wir stehen in engem Austausch mit Google, weil wir auch im Digital-Bereich plattformseitig zusammenarbeiten. Wir wollen unser Inventar durchaus auch über Google verfügbar machen, wie allen anderen auch. Im Bereich OoH sind die Markteintrittsbarrieren aber aufgrund tausender langfristiger Verträge extrem hoch.
-Thomas Thieme-

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Rheinische Post: Publishinglösung InterRed für Print und Online

18.10.2019
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Markus Rohjans, CIO Rheinische Post Mediengruppe; Horst Thoren, stellvertretender Chefredakteur Rheinische Post. Bild: RP
Die Rheinische Post, auflagenstärkste Tageszeitung im Rheinland, hat in ihren Redaktionen erfolgreich die Multi Channel Publishinglösung InterRed eingeführt. Rund 300 Redakteure planen, schreiben, layouten und produzieren damit nun standortübergreifend Print- und Digitalinhalte  – alles mit einem zentralen Redaktionssystem.
Themenplanung und intelligente Inhaltssynchronisation
Die Rheinische Post ist das publizistische Flaggschiff der Rheinische Post Mediengruppe. Die Tageszeitung mit ihrem Internet-Angebot rp-online.de zählt zu den renommiertesten und meistzitierten Medien Deutschlands, sie verbindet seit über 70 Jahren lokale Nähe mit nationalem und internationalem Horizont und erreicht mit täglich rund 282.000 Exemplaren etwa 731.000 Leser. Mit der Einführung der Multi Channel Publishing Lösung InterRed profitieren die Mitarbeiter von zahlreichen integrierten Funktionen, welche die Prozesse und Strukturen vereinfachen, die Arbeitsweise modernisieren und von der Planung bis hin zur Publikation alle Workflows abdecken.
So unterstützt z.B. die integrierte Themenplanung bei der medienübergreifenden Organisation von Inhalten im Konzeptionsstadium. Aus einem Thema können anschließend für unterschiedliche Medienkanäle Artikel erstellt sowie gleichzeitig automatisiert Reports über geplante Themenfelder an externe Kooperationspartner gesendet werden. 
Horst Thoren, stellvertretender Chefredakteur Rheinische Post: „Mit der erweiterten, vernetzten Themenplanung haben wir jetzt ein intelligentes Werkzeug an der Hand, das hilft, Zusammenarbeit zu stärken, Austausch zu ermöglichen und Qualität zu sichern.“
Anschließend sorgt die Funktion InterRed MediaSync für den intelligenten Abgleich von Inhalten, sowohl zwischen unterschiedlichen Ausgabemedien (z.B. Print / Online oder Print / App) als auch innerhalb derselben Medienkanäle (z.B. Print / Print) bei Regionalisierungen und Varianten. Dadurch können vorhandene Inhalte schnell und einfach wiederverwendet werden, gleichzeitig jedoch regionale oder kanalspezifische Anpassungen erfolgen. Das Besondere: die Artikel verlieren auch bei Änderungen nie den Bezug zueinander und erkennen daher auch übergreifende Korrekturen. Eine weitere Besonderheit stellt die Printproduktion dar, welche mittels InterRed LiveLayout direkt im Browser stattfindet.
DTP im Browser und Digital Asset Management
Mit InterRed LiveLayout ist die Erstellung des Printlayouts der Tageszeitung direkt im Redaktionssystem möglich. Die Layouter können ihre Arbeiten dadurch ohne Umweg im Browser durchführen und greifen nur für wenige, besondere Gestaltungsarbeiten auf Adobe InDesign zurück. Die Nutzer profitieren von der hohen Flexibilität, da sie wahlweise bestehende Templates verwenden oder in InterRed ein freies Layout erstellen. Gleichzeitig lassen die Redakteure Inhalte in die gestaltete Seite einfließen, indem sie mit InterRed LiveCopy unmittelbar im Layout der Seite schreiben. Der Zugriff und die Integration von Bildmaterial erfolgt an derselben Stelle, direkt aus dem integrierten Digital Asset Management Tool: der InterRed Mediendatenbank.
Das Redaktionssystem deckt zudem den gesamten Bildverarbeitungsworkflow für Print und Online ab. Dazu zählen das Rechtemanagement sowie Verwertungsnachweise inklusive der automatisierten Honorierung. Die Assets werden entweder dem umfangreichen Medienarchiv oder dem tagesaktuellen Bildeingang zugeordnet, was aufgrund der Unterteilung in Storages mit unterschiedlichen Zugriffsgeschwindigkeiten zu einer Effizienz- und Kostenoptimierung führt.
Standortübergreifendes Arbeiten für 19 Lokalausgaben
Mit der Umstellung auf die Web Content Management Komponente von InterRed ging auch ein Relaunch der Website, www.rp-online.de, einher. RP Online präsentiert sich damit nun im modernen, responsiven Layout als eines der reichweitenstärksten Nachrichtenportale regionaler Tageszeitungen. Auch das E-Paper der jeweiligen Printausgaben wird durch InterRed generiert, ebenso erfolgt die Belieferung der App-Inhalte über die zentrale Publishinglösung. 
Die Produktion der unterschiedlichen Medien und Objekte erfolgt von insgesamt 28 Standorten und Lokalredaktionen aus. Dadurch arbeiten nicht nur rund 300 Journalisten der Rheinischen Post auf derselben technologischen Grundlage. Auch die weiteren Standorte der Mediengruppe in Bonn, Saarbrücken, Zweibrücken und Trier sowie Partnerverlage arbeiten inzwischen auf der InterRed-Plattform. Dieses verlagsübergreifende, technologische Großprojekt wurde in enger Zusammenarbeit der verschiedenen Verlage und unter Federführung der Mediengruppen-IT 
durchgeführt.
Markus Rohjans, CIO der Rheinische Post Mediengruppe: „Besonders hervorzuheben ist die strukturierte Herangehensweise von InterRed an dieses komplexe Projekt und der sehr hohe Grad an Verbindlichkeit, insbesondere bei der Einhaltung von Lieferzusagen. Alle Meilensteine wurden exakt eingehalten!“

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Reliure Service passt sich erneut den aktuellen Marktanforderungen an

18.10.2019
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Schweizer Broschur, OTA-Bind, Bücher mit Fälzel, Grossformate – damit will Reliure Service ab kommendem Januar seine Produktpalette für die noch vorwiegend aus der französischsprachigen, zunehmend aber auch aus der Deutschschweiz stammenden Kunden erweitern. Deshalb ersetzt die letzte unabhängige industrielle Buchbinderei in der Westschweiz ihren 13-jährigen Acoro A7 durch einen neuen Klebebinder Alegro A7 mit einer 18-Stationen-Zusammentragmaschine 3694.
Stéphane Stauffer (Direktor Technik) leitet gemeinsam mit seinem Bruder Didier (Direktor Administration) das ihrem Vater Jacques vor exakt 50 Jahren gegründete Familienunternehmen. Für die beiden ausgewiesenen Kenner der grafischen Branche stand ausser Frage, «dass wir die erfolgreiche Partnerschaft mit Müller Martini nach drei Klebebindern Pony, Monostar und Acoro A7 mit einem Alegro A7 fortsetzen wollen». Der neue Klebebinder kommt der Reliure Service, die mit einem Sammelhefter BravoPlus Amrys, einer Fadenheftmaschine Inventa II und einer Solo-ZTM 210 S über drei weitere Müller Martini-Systeme verfügt, auch bezüglich der Fertigung kleinerer Auflagen entgegen. Zwar werden in Meyrin gelegentlich auch Longrun-Jobs mit 500 000 Exemplaren gefertigt. Der Durchschnitt liegt jedoch zwischen 1500 und 2000 Exemplaren – und da garantieren die Einzelantriebe des Alegro, reproduzierbare 
Auftragsdaten und Integrationsmöglichkeiten in ein Workflow-System äusserst kurze Durchlaufzeiten und somit unschlagbare Herstellkosten von Büchern und Broschüren.

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ppi Media integriert Digital Asset Management System DC-X beim indischen Zeitungsriesen Jagran Prakashan Limited

18.10.2019
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Seit 2016 werden bereits Lösungen von ppi Media für die automatisierte Zeitungsproduktion bei dem Unternehmen eingesetzt. Jetzt führt ppi Media auch das DAM-System seines Hamburger Partners Digital Collections bei Jagran Prakashan Limited ein.

Jagran Prakashan Limited, Verleger von Dainik Jagran, der meistgelesenen Zeitung in Indien, nutzt seit 2016 die Planungs- und Produktionsmodule der Digital Assembly Line von ppi Media für die Produktion von über 260 Lokalausgaben. Mit der Einführung des Digital Asset Management Systems DC-X steigert das Unternehmen nun auch die Effizienz bei der redaktionellen Verwaltung von Texten, Bildern, Videos und weiteren Assets erheblich.

Der Goldstandard – professionell implementiert

DC-X ermöglicht die zentrale Verwaltung von Bildern, Texten und Videos in einem zentralen Pool und bietet eine Intelligentes Rechte- und Workflowmanagenent. Integriert wird DC-X bei Jagran Prakashan durch ein erfahrenes Projektteam aus Spezialisten von ppi Media und Digital Collections. „Aufgrund unser Erfahrungen mit ppi Media in den vergangen Jahren sind wir zuversichtlich, dass uns das Digital Asset Managementsystem von Digital Collections ermöglicht, Inhalte in einer noch fortschrittlicheren und strukturierteren Art und Weise zu organisieren. So werden unsere Redaktionen unterstützt, schnelleren Zugriff auf Archivinhalte zu erhalten“, so Sandeep Gupta, Executive President von Jagran Prakashan Limited.


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